Hier gibt es eine Fotostrecke, aus der wir (mit dort lesbarer freundlicher Genehmigung) einige Fotos verwendet haben. Fotograf: Ralf Schulze
Was ist die Malbergbahn heute? Ein Haufen Schrott, der im Wald bei Bad Ems vor sich hingammelt. Oder ein Technikdenkmal im Dornröschenschlaf? Eine Stätte nostalgischer Erinnerungen, Stoff für ewig Gestrige, für Menschen, die nichts entsorgen, nicht loslassen können, die Realitäten unserer heutigen Welt nicht wahrhaben wollen? Die Malbergbahn ist auf jeden Fall ein technisches Denkmal. Sie ist die älteste Standseilbahn Deutschlands, und mit etwas Phantasie kann man sagen, dafür und wie ihr über die Jahre mitgespielt worden ist, ist sie eigentlich noch in einem recht passablen Zustand. Gut, das Projekt ist etwas für Menschen mit Phantasie, denn der Unterschied zwischen dem heutigen Bild und der perfekten Darstellung einer Wiederauferstehung im Computer ist in der Tat immens. Aber es sind schon ganz andere Projekte realisiert worden, technisch ist die Instandsetzung der Malbergbahn letztlich kein Problem. Es mangelt am Geld, und das gibt es nur bei  realistischen Interessen, und die gibt es nur bei einem sinnvollen, vertretbaren Vorhaben. Davon ist heute noch nicht viel zu sehen. Deshalb ist der Zustand “HEUTE” traurig, er macht nicht wirklich viel Hoffnung. Ein Fall für Nostalgiker. Aber dennoch gibt es Menschen mit Phantasie, mit Vorstellungsvermögen, das nicht nur aus nostalgischen Erinnerungen gespeist wird. Die können sich eine Instandsetzung der Bahn durchaus vorstellen, was nicht bedeutet, auch gleich das mehrfach besprochene Geld vorrätig zu haben. Aber schauen wir noch ein wenig auf den Zustand der Malbergbahn heute, die Bilder aus der oben links genannten Fotostrecke zeigen eindrucksvoll, wie vergänglich unser Werken ist und wie sich die Natur ihren Raum zurück erobert.
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Trauriges Bild oder spannende Aufgabe?
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Im Januar 2010 wurde auf Anregung der Martin Görlitz Stiftung eine Ortsbegehung durchgeführt, zusammen mit Mitgliedern des DB-Museums Koblenz. Dort werden ständig historische Schienenfahrzeuge restauriert, die teilweise noch schlimmer aussehen als die Malbergbahn. Deshalb waren die Kollegen auch nicht sonderlich schockiert, sondern die übereinstimmende Erkenntnis lautete am Ende des Tages: Eigentlich sieht das hier alles gar nicht so schlimm aus... Aber - sehen Sie selbst einige Fotos vom Januar 2010.
Die Talstation bei Schnee und Eis
Hier konnte man früher zur Bergstation telefonieren
Spurzahnrad (grob) und Übersetzung zur Bremse
Einlass für das Ballastwasser von oben
Wagenkasten unten
Detail: eine der vier Bremsanlagen
(C) 2012 Förderverein Malbergbahn & Görlitz Stiftung / siehe Impressum
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