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“Dem weht kein Wind, der keinen Hafen hat, nach dem er segelt.” Dieses Zitat ist von Michel de Montaigne (1533-1592), dem großen französischen Philosophen am Übergang zur Neuzeit, dessen Hauptwerk “Essays” wir erst kürzlich wieder neu gekauft und zu lesen angefangen haben. Wenn die Malbergbahn eine Zukunft haben soll, dann muß an ihr mit Augenmaß und Weitsicht gearbeitet werden. Das Ziel, “die Bahn soll wieder fahren”, mag lobenswert sein, derzeit ist es nicht sehr realistisch. Deshalb war es der Vorschlag von Martin Görlitz in der Jahresversammlung 2009, einen kleinen, aber gezielten Schritt zu gehen, nämlich die Bahn erstmals seit Jahrzehnten mit dem auszustatten, was man für technische Arbeiten benötigt: Pläne, Zeichnungen. In Zusammenarbeit mit der Koblenzer Firma NUMENUS wurde ein Vorschlag erarbeitet, zu sehr niedrigen Kosten eine Vermessung des in der Talstation stehenden Wagens vorzunehmen und diese Messdaten in einer CAD-Anlage der Firma NUMENUS zu erfassen. Mit der speziellen Rendering- Technologie von NUMENUS lassen sich Farbflächen und insbesondere Lichtverläufe berechnen, so daß beinahe realistische Fotos vom Computer berechnet werden können. Diese Arbeiten konnten Ende 2010 nach längerer Verhandlung beauftragt und durchgeführt werden. Dem CAD Projekt ist es zu verdanken, daß erstmals seit Jahrzehnten wieder Pläne vorhanden sind, und noch mehr: Die mühsam an den alten Wagen aufgenommenen CAD-Daten erlauben eine Computer-Visualisierung wie hier im Beispiel gezeigt.
Pläne - für die Zukunft.
In Hochglanz mit sämtlichen Lichtwirkungen vom Computer berechnet: Der Innenraum der Malbergbahn, in der bekannten roten Wagenfarbe und mit gelbem Kunstleder bezogen, so wie man sich den Stil der 60er Jahre vorstellen kann.
So sieht das Modell im Computer als Grundlage für die Zeichnungen aus: Ein präzise gezeichnetes Drahtgitter, bestehend aus vielen tausend Elementen. Daraus entstehen die benötigten technischen Unterlagen sowie mittels spezieller Programme die fotorealistischen Abbildungen mit Licht- und Schattenwürfen.
Ob wir die Bahn jemals wieder so sehen, während der Fahrt auf den Hohen Malberg im Abendlicht? Ein sehr wesentlicher Schritt ist jedenfalls getan. Es liegen Pläne vor, und die vom Computer berechneten realistischen Fotos sind bestens geeignet, für das Projekt der Erhaltung und möglichen Sanierung der Bahn zu werben.
(C) 2012 Förderverein Malbergbahn & Görlitz Stiftung / siehe Impressum
CAD PROJEKT